Die Politeiai des Aristoteles und ihre Beziehung zu den Nomima Barbarika

Gertrud DIETZE-MAGER

Abstract/Resumen

Die Politeiai und die Nomima barbarika sind beides fragmentarische Werke des Aristoteles mit historischem Inhalt (die Dikaiomata, denen ein eigener Aufsatz gewidmet ist, sind ein drittes fragmentarisches Werk dieser Art). Es handelt sich um eine Sammlung von Verfassungen im Wesentlichen hellenischer Poleis und -bemerkenswerterweise- auch hellenischer ethne auf der einen, und eine Sammlung der Sitten barbarischer Völker auf der anderen Seite. Während aus den Politeiai in den Werken späterer Autoren hunderte von Fragmenten überliefert sind, besitzen wir nur eine Handvoll von Fragmenten aus den Nomima barbarika. Die Nachrichten über die Gesamtzahl der Politeiai liegen je nach Quelle weit auseinander und reichen von 158 bis 255. Der Aufsatz versucht eine Erklärung für diese bisher nicht untersuchte Tatsache anzubieten: es gibt Hinweise dahingehend, daß zu einem Zeitpunkt relativ bald nach dem Tod des Aristoteles eine gemeinsame Ausgabe der Politeiai und der Nomima barbarika in Umlauf war, während beide Sammlungen gleichzeitig auch getrennt zirkulierten. So wurden die Politeiai manchmal zusammengezählt mit den Nomima, was zu einer höheren Gesamtzahl, und im Laufe der Zeit zu einer Verwirrung hinsichtlich der beiden Sammlungen führte. Der Aufsatz beleuchtet auch die Frage nach Struktur und Inhalt der einzelnen Politeiai im Vergleich zu den Nomima barbarika.

Keywords/Palabras clave


Politeiai, Nomima barbarika, poleis, ethne, Fragmente, Herakleides Lembos.

Full Text:

PDF


DOI: https://doi.org/10.21071/mijtk.v0i2.6715

Refbacks

  • There are currently no refbacks.


Copyright (c) 2017 Mediterranea. International Journal on the Transfer of Knowledge



This journal is plublished under CC atribution 4.0:

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0

Publisher:

UCOPress. Cordoba University Press (UCOPress Editorial Universidad de Córdoba)

ISSN: 2445-2378

 

Call for Papers, Fifth Issue.

Mediterranea is an international journal focusing on various areas of knowledge transfer from Late Antiquity to the Early Modern period, covering the Middle East and the Mediterranean basin, and paying special attention to philological, philosophical, scientific, cultural and religious fields of research.

Mediterranea publishes original papers relating to all aspects of the knowledge transfer from Late Antiquity to the Early Modern period. All submissions from Arts and Humanities, Cultural Heritage, Social Sciences and Experimental Sciences are welcome.

Posted: 2018-03-30